D c n t s ch l a n d/Ein Traum.
Sohn der Thorheit! träume immer,Wenn dir's Herz im Busen schwillt;Doch im Leben suche nimmerDeines Traumes Ebenbild!
Einst stand ich in schönen TagenAuf dem höchsten Berg am Rhein;Dentschland's Gauen vor mir lagen,Blühend hell im Sonnenschein.
Unten murmelten die WogenMilde Zaubermclodein;
Süße Ahnungsschaucr zogenSchmeichelnd in mein Herz hinein.
Lausch' ich jetzt beim Sang der Wogen,Klingt viel andre Melodei:
Schöner Traum ist längst verflogen,Schöner Wahn brach längst entzwei/
15»