sammlung kam mir schr spät zu Gesicht, nämlicheben zur Zeit, als der Atta Troll entstand. Esmochte wohl an meiner damaligen Stimmung lie-gen, dass namentlich der Mohrcnfiirst so belustigendans mich wirkte. Diese Produktion wird übrigensals die gelungenste gerühmt. Für Leser, welche dieseProduktion gar nicht kennen -— und es mag Derenwohl in China und Japan geben, sogar am Nigerund am Senegal — für Diese bemerke ich, dass derMohrcnkönig, der zu Anfang des Gedichtes ausseinem weißen Zelte, wie eine Mondfinsternis, her-vortritt, auch eine schwarze Geliebte besitzt, überderen dunkles Antlitz die weißen Stranßfedcrn nicken.Aber kricgsmnthig vcrlässt er sie, er zieht in dieNegcrschlacht, wo da rasselt die Trommel, mit Schä-deln behängen — ach! er findet dort sein schwarzesWaterloo und wird von den Siegern an die Wei-ßen verkauft. Diese schleppen den edlen Afrikanernach Europa, und hier finden wir ihn wieder imDienste einer herumziehenden Reitcrgescllschaft, dieihm bei ihren Kunstvorstellnugen die türkische Trom-mel anvertraut hat. Da steht er nun, finster undernsthaft, am Eingange der Reitbahn und trommelt,doch während des Trommclns denkt er an seine ehe-malige Größe, er denkt daran, dass er einst ein ab-
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17 (1863) Dichtungen : Th. 3, Atta Troll. Deutschland. Zeitgedichte
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9
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