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10 (1862) Französische Zustände : Th. 3, Die parlamentarische Periode des Bürgertums. Hälfte 2
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was die kriegführenden Parteien denken und wollen.Etwas ganz Anderes, als man zu gestehen wagt,wo nicht gar das Gegentheil der innern Überzeugung,wird auf beiden Seiten ausgesprochen. Man schlägtmanchmal auf den Sack und meint den Esel, heißtdas altdeutsche Sprichwort. Wir hegen eine zu guteMeinung von dem Verstände der Universitätspro-fessoren, als dass wir annehmen dürften, sie pole-misierten im vollsten Ernst gegen den todten RitterJgnaz von Loyola und seine Grabesgcnossen. Wirschenken hingegen dem Liberalismus der Gegner zuwenig Glauben, als dass wir ihre radikalen Grund-sätze in Betreff der Lehrfreiheit, ihre eifrige An-preisung der Freiheit des Unterrichts, für bareMünze nehmen möchten. Das öffentliche Feldgeschreiist hier im Widerspruch mit dem geheimen Gedanken.Gelehrte List und fromme Lüge. Die wahre Be-deutung dieser Zwiste ist nichts Anderes, als dieuralte Opposition zwischen Philosophie und Religion,zwischen Vernunfterkenntnis und Offenbarungsglau-ben, eine Opposition, die, von den Männern derWissenschast geleitet, sowohl im Adel wie in derBürgerschaft beständig gährte, und in den neunziger

hinter solchen ein Gedanke, ein Wille, der sich noch nichtreif fühlt, um frei hervorzutreten. Die wahre rc."

Der Herausgeber.