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10 (1862) Französische Zustände : Th. 3, Die parlamentarische Periode des Bürgertums. Hälfte 2
Entstehung
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die Böswilligkeit wird mir daher einräumen müssen,dass ich nicht aus unlauterer Quelle berichte. Andereglaubwürdige Personen, die in Thiers' Nähe leben,haben mir versichert, dass er Tag und Nacht mitseinem Buche beschäftigt sei. Ihn selbst habe ichseit seiner Rückkehr aus Deutschland nicht gesehen,aber ich höre ebenfalls mit Freude, dass er durchseinen dortigen Aufenthalt nicht bloß seine histo-riographischcn Zwecke erreicht, sondern auch einebessere Einsicht in die deutschen Zustände gewonnenhabe, als er während seines Ministeriums beur-kundete. Mit großer Vorliebe und entschiedenemRespekt spricht er vom deutschen Volke, und dieAnsicht, die er von unserem Vatcrlande mitgebracht,wird gewiss gedeihlich wirken, gleichviel ob er wie-der ans Staatsruder gelangt oder nur den Griffelder Geschichte in der Hand behält. . .j

Nur Thiers hat das Zeug dazu, die großeHistorie des Napoleon Bonaparte zu schreiben, under wird sie besser schreiben als Diejenigen, die sichdazu besonders berufen glauben, weil sie treue Ge-fährten des Kaisers waren und sogar beständig mitseiner Person in Berührung standen. Die persön-lichen Bekannten eines großen Helden, seine Mit-kämpfer, seine Leibdicner, seine Kämmerer, Sekretäre,Adjutanten, vielleicht seine Zeitgenossen überhaupt.