In der Jülich er Gegend.
IM
Sahst du das Wasser rauschen,Das Wasser von Ryol,
Und hast nnt stillem TauschenGehört das Glöcklein wohl?
Was mag das wohl bedeutenBei dnnkleni AbendscheinDas hohle, dumpfe TautenAus dein Gewässer klein?
voreinst war an der StelleEin Fraucnstift zu sehn;Es strahlte hehr und helleBeim Sonnenglanz so schön.
Es hoben seine TürmeEmpor ihr stolses lhaupt,Des hehren Glanz nicht Stürme,Richt Weiter ihm geraubt.
Es wohnt' in einer ksütteIn jener grauen ZeitIn Gangelts stiller Mitte'ne wunderschöne Maid.
Sie war die reinste SeeleUnd herzensgut dabei,
Es liebte ohne ksehleEin Bauernsohn sie treu.
Doch honst' ern Ritter kräftigvon Gangelt gar nicht weit,Des kserz entbrannte heftigZu dieser schönen Maid.
Und als, sie sei verlobet,
Gr ans der Burg erfuhr,
Da hat er wild getobet,Und bitt're Räch' er schwur.
Raum hatt' sie dies vernommen,Flicht sie zum Kloster hin,Und dorten angekommen,
Sprach ernst die sdriorin:
„Willst nehmen du den Schleier,Gewähr ich Schutz dir hiervor seinem wilden FeuerUnd seiner Rachbegier."