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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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Deutschland.

Wir schüttelten uns die Hände, es schwammIm Auge des MannS eine Thrttne.

Wie freute er sich, mich wieder zu sehn!Es war eine rührende Sccne.

Nicht alle fand ich. Mancher hatDas Zeitliche gesegnet.

Ach! meinem Gumpelino sogarBin ich nicht mehr begegnet.

Der Edle hatte ausgehauchtDie große Seele soeben,lind wird als verklärter Seraph jetztAm Throne Jehovas schweben.

Vergebens suchte ich überallDen krummen Advnis, der Tassenlind Nachtgeschirre von PorzellanFeilbot in Hamburgs Gassen.

Ob noch der kleine Meyer lebt,

Das kann ich wahrhaftig nicht sagen:

Er fehlte mir, doch ich vergaßBei Cornct nach ihm zu fragen.

Sarras, der treue Pudel, ist tot,

Ein großer Verlust! ich wette,

Daß "Campe lieber ein ganzes SchockSchriftsteller verloren hätte.

Die Population des Hamburger StaatsBesteht seit MenschengedenkenAus Inden und Christen: es Pflegen auchDie lctztrcn nicht viel zn verschenken.

Die Christen sind alle ziemlich gut,

Auch essen sie gut zn Mittag,

Und ihre Wechsel bezahlen sie prompt,

Noch vor dem letzten Rcspittag.

Die Inden teilen sich wieder einIn zwei vcrschiedne Parteien;

Die alten gchn in die Synagog',

Und in den Tempel die neuen.

Die neuen essen Schweinefleisch.

Zeigen sich widersetzig,

Sind Demokraten; die alten sindVielmehr aristvkrätzig.