Deutschland. 215
Die Republikaner lachen uns auS,
Sehn sie an unserer SpitzeSo ein Gespenst mit Zepter und Krön',
Sie rissen schlechte Witze.
Auch deine Fahne gefällt nur nicht mehr,Die altdeutschen Narren oerdarbenMir schon in der Burschenschaft die LustAn den schwarz-rot-goldncn Farben.
Das Beste wäre, du bliebest zu Haus,
Hier in dem alten Kyffhänscr —
Bedenk' ich die Sache ganz genau,
So brauchen wir gar keinen Kaiser.
Kapitel xvii
Ich habe mich mit dem Kaiser gezankt,Im Traum, im Traum versteht sich, —Im wachenden Zustand sprechen wir nichtMit Fürsten so widersetzig.
Nur träumend, im idealen Traum,
Wagt ihnen der Deutsche zu sagenDie deutsche Meinung, die er so tiefIm treuen Herzen getragen.
Als ich erwacht', fuhr ich einem WaldVorbei, der Anblick der Bäume,
Der nackten hölzernen Wirklichkeit,Verscheuchte meine Träume.
Die Eichen schüttelten ernsthaft das Haupt,Die Birken und BirkenreiserSie nickten so warnend — und ich rief:Vergieb mir, mein teurer Kaiser!
Vergieb mir, o Rotbart, das rasche Wort!Ich weiß, du bist viel weiserAls ich, ich habe so wenig Geduld —
Doch komme du bald, mein Kaiser!
Behagt dir das Guillotinieren nicht,So bleib bei den alten Mitteln:Das Schwert für Edellcnte, der StrickFür Bürger und Bauern in Kitteln.