Druckschrift 
2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
141
Einzelbild herunterladen
 

Atta Troll,

Mußt dich ruhig beißen lassenDas ist schlimm Noch schlimmer ist eS,Wenn dll sie zerdrückst; der MißdnftQuält dich dann die ganze Nacht,

Ja, das Schrecklichste ans ErdenIst der Kampf mit Ungeziefer,Dem Gestank als Waffe dientDas Duell mit einer Wanze!

Kapitel XII

Wie sie schwärmen, die Poeten,

Selbst die zahmen! und sie singenUnd sie sagen t die NaturSei ein großer Tempel Gottes;

Sei ein Tempel, dessen PrächteBon dem Ruhm des Schöpfers zeugten,Sonne, Mond und Sterne hingenDort als Lampen in der Kuppel,

Immerhin, ihr guten Lentc!

Doch gesteht, in diesem TempelSind die Treppen unbequemNiederträchtig schlechte Treppen!

Dieses Ab- und Niederstcigen,Bergaufklimmen und das SpringenUber Blöcke, es ermüdetMeine Sccl' und meine Beine,

' Neben mir schritt der Laskarv,

Blaß und lang wie eine Kerze!

Niemals spricht er, niemals lacht er,Er, der tote Sohn der Hexe.

Ja, es heißt, er sei ein Toter,

Längst verstorben, doch der Mutter,Der Uraka, ZauberkünsteHielten scheinbar ihn am Leben,

Die verwünschten Tempeltreppen!Daß ich stolpernd in den AbgrundNicht den Hals gebrochen mehrmals,Ist mir heut noch unbegreiflich.