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lich der Mohrcnfürst so belustigend auf mich wirkte. Diese Produktionwird übrigens als die gelungenste gerühmt. Für Leser, welche dieseProduktion gar nicht kennen — und es mag deren wohl in Chinaund Japan geben, sogar am Niger und am Senegal — für diesebemerke ich, daß der Mohrenkönig, der zu Anfang des Gedichtes ausseinem weißen Zelte, wie eine Mondfinsternis, hervortritt, auch eineschwarze Geliebte besitzt, über deren dunkles Antlitz die weißen Strauß-federn nicken. Aber kriegsmutig verläßt er sie, er zieht in die Neger-Macht, wo da rasselt die Trommel, mit Schädeln behangen — ach,er findet dort sein schwarzes Waterloo und wird von den Siegernan die Weißen verkauft. Diese schleppen den edlen Afrikaner nachEuropa, und hier finden wir ihn wieder im Dienste einer herum-ziehenden Rcitergesellschaft, die ihm bei ihren Kunstvorstellungen dietürkische Trommel anvertraut hat. Da steht er nun, finster undernsthaft, am Eingänge der Reitbahn und trommelt, doch währenddes Trvmmclns denkt er an seine ehemalige Größe, er denkt daran,daß er einst ein absoluter Monarch war am fernen, fernen Niger,und daß er gejagt den Löwen, den Tiger. —
„Sein Angc ward naß; mit dumpfem KlangSchlug er das Fell, daß es rasselud zersprang."
Geschrieben zu Paris, uu Dezember 1846.
Heinrich Heine.