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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
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115
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Wo?

Wo wird einst dcs WandermildenLetzte Ruhestätte sein?

Unter Palmen in dem Süden?Unter Linden an dem Rhein?

Werd' ich wo in einer WüsteEingescharrt von fremder Hand?Oder ruh' ich an der KüsteEineS Meeres in dem Sand?

Immerhin! Mich wird umgebenGotteshimmcl, dort wie hier,Und als Tvtcnlnmpen schwebenNachts die Sterne über mir.

Varianten und Fragmente zumAtta Troll"1.

Traum der Sommernacht, phantastischZwecklos ist mein Lied, ja zwecklosWie das Leben, wie die Liebe.

Keinem Zeitbcdürfnis dient es.

Sucht darin nicht die VertretungHoher Vaterlandsintrcssen;

Diese wollen wir befördern,

Aber nur in guter Prosa.

Ja in guter Prosa wollenWir daS Joch der Knechtschaft brechenDoch in Versen, doch im LiedcBlüht uns längst die höchste Freiheit.

Hier im Reich der Poesie,

Hier bedarf es keiner Kämpfe,

Lagt uns hier den Thtzrsns schwingenUnd das Haupt mit Rosen kränzen!

Siernenfunkelnd liegt die NachtAlls den Bergen, wie ein MantelBon pechschwarzem Hermelin,Der gespickt mit goldnen Schwänzchen.