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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
96
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SS

Zeitgedichtc.

Allüberall ist Überfluß,

Und es gesunden die Kranken;

Mein Hvfwcltwciscr KonfnsiusBekömmt die klarsten Gedanken.

Der Pumpernickel des SoldatsWird Mandelkuchen — O Freude!

Und alle Lumpen meines StaatsSpazieren in Samt und Seide.

Die Mandarinenrittcrschaft,

Die invaliden Köpfe,

Gewinnen wieder JngcndkraftUnd schütteln ihre Zöpfe.

Die grvße Pagode, Symbol und HortDes Glaubens, ist fertig geworden;

Die letzten Inden taufm sich dortUnd kriegen den Drachen-Orden.

Es schwindet der Geist der RevolutionUnd es rufen die edelsten Mantschn:

„Wir wollen keine Konstitution,

Wir wollen den Stock, den Kantschn!"

Wohl haben die Schüler ÄskulapsDas Trinken mir widerraten,

Ich aber trinke meinen SchnapsZum Besten meiner Staaten.

Und noch einen Schnaps, und noch einen SchnapDas schmeckt wie lauter Manna!

Mein Volk ist glücklich, hat's auch den Raps,Md jubelt: Hosianna!

19.

Der neue Alexander.

I.

Es ist ein König in Thüle, der trinktChampagner, eS geht ihm nichts drüber;Und wenn er seinen Champagner trinkt,Dann gehen die Augen ihm über.

Die Ritter sitzen um ihn her,Die ganze historische Schule;

Ihn, aber wird die Zunge schwer,Es lallt der König von Thüle: