Neue Gedichte.
Heute erst Hab' ich erfahrenIhren Namen; Laura heißt sie,Wie die schöne Provenxalin,
Die der große Dichter liebte.
Lanra heißt sie! Nnn, da bin ichInst so weit, wie einst Petrarcha,Der das schöne Weib gefeiertIn Kanzonen und Sonetten.
Laura heißt sie! Wie PetrarchaKann ich setzt platonisch schwelgenIn dem Wohllaut dieses Namens —Weiter hat er's nicht gebracht.
17.
Wechsel.
Mit Brünetten hat's ein Ende!Ich gerate dieses JahrWieder in die blauen Augen,
Wieder in das blonde Haar.
Die Blondine, die ich liebe,
Ist so fromm, so sanft, so mild!
In der Hand den Lilienstengel,
Wäre sie ein Heil'genbild.
Schlanke, schwärmerische Glieder,Wenig Fleisch, sehr viel Gemüt;
Und für Liebe, Hoffnung, GlaubeIhre ganze Seele glüht.
Sie behauptet, sie verstündeGar kein Deutsch — ich glaub' es nicht.Niemals hättest du gelesenKlopstocks himmlisches Gedicht?
18.
Die Hexe.
„Liebe Nachbarn, mit Vergnnst!Eine Hex', durch Zauberkunst,Kann sich in ein Tier verwandeln,Um die Menschen zu mißhandeln.