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2 (1898) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
Entstehung
Seite
53
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Neue Gedichte.

Diese große, schöne Schöpfung,Und Hab' alles gut gemacht.

Wie die Sonne roscngoldigIn dein Meere wiederstrahlt!

Wie die Bäume grün und glänzend;Ist nicht alles wie gemalt?"

Sind nicht weiß wie AlabasterDort die Lttmmchen ans der Flur?Ist sie nicht so schön vollendetUnd naturlich, die Natur?

Erd' und Himmel sind erfülletGanz von meiner Herrlichkeit,Und der Mensch er wird mich lobenBis in alle Ewigkeit!"

6.

Der Stoff, das Material des Gedichts,Das saugt sich nicht auS dem Finger;Kein Gott erschafft die Welt aus nichts,So wenig, wie irdische Singer.

Aus vorgefundenem UrweltsdreckErschuf ich die Männerleiber,

Und aus dem MännerrippcnspeckErschuf ich die schönen Weiber.

Den Himmel erschuf ich auS der Erd'Und Engel aus Weibercnlfaltuug;Der Stoff gewinnt erst seinen WertDurch künstlerische Gestaltung."

7.

Warum ich eigentlich erschufDie Welt, ich will es gern bekennen:Ich fühlte in der Seele brennenWie Flammcuwahnsinn den Beruf.

Krankheit ist wohl der letzte GrundDeS ganzen Schöpferdrangs gewesen;Erschaffend konnte ich genesen,Erschaffend wurde ich gesund."