Nene Gedichte.
Im Boden wurzelt die Fußzeh',Die Arme erhoben sind.
So quält sich Bagiratha lange,Und Brahma will enden sein Weh,Er läßt den Ganges fließenHerab von der Himmelshöh'.
Ich aber, Geliebte, vergebensMartre und quäl' ich mich ab,Ans deinen HimmelSaugenFlicht mir kein Tropfen herab.
2.
Vicrnndzwanzig Stunden soll ichWarten auf das höchste Gluck,Das mir blinzelnd süß verkündet,Blinzelnd süß der Seitenblick.
O! die Sprache ist so dürftig,Und das Wort ein plumpes Ding:Wird es ausgesprochen, flattertFort der schone Schmetterling.
Doch der Blick, der ist unendlichUnd er macht unendlich weitDeine Brust, wie einen HimmelVoll gestirnter Seligkeit.
3.
Nicht mal einen einz'gcn KußNach so monatlnngem Lieben!lind so bin ich AilerärmstcrTrocknen Mundes stehn geblieben.
Einmal kam das Glück mir nah,Schon könnt' ich den Atem spüren,Doch es flog vorüber, ohneMir die Lippen zu berühren.
Emma, sage mir die Wahrheit:Ward ich närrisch durch die Liebe?Oder ist die Liebe selberNur die Folge meiner Narrheit?
Ach, mich quälet, teure Emma,-Außer meiner tollen Liebe,