Neue Gedichte.
5.
Jetzt verwundet, krank und leidendIn den schönsten Scumuertagen,
Trag' ich wieder. Menschen »leidend,Nach dem Wald die bittern Klagen.
Die geschwätz'gen Vögel schweigenMitleidsvoll in »reiner Nähe;
In den dnnkcln LindenzwcigcnSeufzt es mit bei meinem Wehe.
In dem Thal, auf grünem Platze,Setz' ich jammervoll mich nieder.„Katze, meine schöne Katze!"Jammert's aus den Bergen wieder.
„Katze, meine schöne Katze,
Kanntest du mich sv verletzen,
Wie mit grimmer TigcrtatzeMir das arme Herz zerfetzen!
„Dieses Herz war, ernst und trübe,Langst verschlossen allem Glücke;Ach, da traf mich neue Liebe,
Denn mich trafen deine Blicke.
„Heimlich schienst du zu miauen:Glaube nicht, daß ich dich kratze,
Wage nur mir zu vertrauen,
Ich bin eine gute Katze."
S.
Wälderfreie NachtigallenSingen wild und ohne Regel,Besser müssen dir gefallenFlatternde Kanarienvögel.
Diese gelben zahmen DingerSeh' ich dich im Käfig füttern,lind sie picken an den Finger,Wenn sie deinen Zucker wittern.
Welch gemütlich zarte Scene!Engel müssen drob sich freuen!lind ich selbst muß eine ThrnneMeiner tiefsten Rührung weihen.