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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
196
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Buch der Lieder.

Komm' ich auf Wachtparad'lind thu' einen falschen Schritt,

So ruft der Adjutant:

„Den Kerl dort ans dem Glied!

„Die Tasche herunter,

Den Säbel abgelegt,lind tapfer draufgeschlagen,

Daß er sich nicht mehr regt!"

Und wenn's dann Friede ist,Die Kräfte sind dahin;

Die Gesundheit ist verloren,

Wo sollen wir denn nun hin?

AlSdann, so wird eS heißen:Ein Vogel und kein Nest!

Nun, Bruder, häng den Schnappsnck an,Du bist Soldat gewest.

Erl nnerung.

Was willst du traurig, liebes Traumgebilde?Ich sehe dich, ich fühle deinen Hauch!

Du schaust mich an mit wehmutvoller Milde;Ich kenne dich, und ach! du kennst mich auch.

Ich bin ein kranker Mann jetzund, die GliederSind lebeusmatt, das Herz ist ausgebraunt,Mißmut umflort mich, Kummer drückt mich nieder;Viel anders war's, als ich dich einstens fand!

In stolzer Kraft, und von der Heimat ferne,Jagte ich da nach einem alten Wahn;

Die Erd' wollt' ich zerstampfen, und die SterneWollte ich reißen aus der Himmelsbahn. —

Frankfurt, du hegst viel Narrn und Bösewichter,Doch lieb' ich dich, du gabst dem deutschen LandManch guten Kaiser und den besten Dichter,lind bist die Stadt, wo ich die Holde fand.

Ich ging die Zeil entlang, die schöngebaute,Es war die Messe just, die Schacherzeit,lind bunt war das Gewimmel, und ich schauteWie träumend auf dcS Volks Geschäftigkeit.