Anhang älterer Gedichte,
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Die auf kalter BergesfesteMänner mit der EisenhandPflegten als der Blumen beste —Gastlichkeit wird sie genannt.
Müder Wandrer, steige nimmerNach der hohen Bnrg hinan;
Statt der gastlich warmen ZimmerKalte Wände dich empfahlt.
Von dem Wnrtturm bläst kein Wächter,Keine Fnllbrück' rollt herab;
Denn der Burgherr und der WächterSchlummern längst im kühlen Grab.
In den dunkeln Särgen ruhenAuch die Frauen minnehvld;
Wahrlich hegen solche TruhenReichern Schatz denn Perl' und Gold.
Heimlich schauern da die LüfteWie von Minucsängerhanch;
Denn in diese heil'gcn GrüfteStieg die fromme Minne auch.
Zwar auch unsre Damen preis' ich,
Denn sie blühen wie der Mai,
Lieben auch, nnd üben fleißigTanzen, Sticken, Malerei,
Singen auch in süßen ReimenVon der alten Lieb' und Treu,
Freilich zweifelnd im geheimen,
Ob das Märchen möglich sei.
Unsre Mütter einst erkannten,
Sinnig, wie die Einfalt Pflegt,
Daß den schönsten der DemantenNur der Mensch im Busen trägt.
Ganz nicht ans der Art geschlagenSind die klugen Tochterlein;
Denn die Fraun in unfern TagenLieben auch die Edelstein'!
Aberglauben, Trug und LügeHerrschen — Leben ohne Reiz;
Und die schöne JordanspcrleHat verfälscht des Römers Geiz, —Heine's Werke. I, Bd. 11