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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
114
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Vnch dcr Licder.

„Mücken stachen mich, Geliebter,Und die Mücken sind im SommerMir so tief verhaßt, als wären'sLangenas'gc Judenrottcn,"

Laß die Mücken und die Inden,Spricht der Ritter, freundlich kosend.Von den Mandclbttnmen fallenTausend weiße Blütenflocken.

Tausend weiße BlütenflockcnHaben ihren Duft ergossen. —

Aber sage mir, Geliebte,

Ist dein Herz mir ganz gewogen?

„Ja, ich liebe dich, Geliebter,Bei dem Heiland sei's geschworen,Den die gottverfluchten IndenBoshaft tückisch einst ermordet."

Laß den Heiland und die Inden,Spricht dcr Ritter, freundlich kosend.In der Ferne schwanken traumhaftWeiße Lilien, lichtumflossen.

Weiße Lilien, lichtumflossen,

Blicken nach den Sternen droben. —Aber sage mir, Geliebte,

Hast du auch nicht falsch geschworen?

„Falsch ist nicht in mir, Geliebter,Wie in meiner Brust kein TropfenBlut ist von dein Blut der MohrenUnd des schmutügen Jndcnvolkcs."

Laß die Mohren und die Juden,Spricht dcr Ritter, freundlich kosend;Und nach einer MyrtenlaubeFührt er die Alkadentochter.

Mit den weichen LiebesnchenHat er heinilich sie umflöchte»!

Kurze Worte, lange Küsse,

Und die Herzen überflössen.

Wie ein schmelzend süßes BrantliedSingt die Nachtigall, die holde;Wie zum Fackeltauze hüpfenFcuerwürinchcu ans dem Bode».