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Buch der Lieder.
Und bittre Thrttneii plötzlich sich ergossenAus Liebchens Augen, und in ThränenwogenIst mir das holde Bildnis fast zerflossen.
O süße Augen, fromme Liebessternc,
Obschvn ihr mir im Wachen oft gelogen,
Und auch im Traum, glaub' ich euch dennoch gerne!
4.
Im Tranm sah ich ein Männchen, klein und Putzig,Das ging auf Stelzen, Schritte elleuwcit,
Trug weiße Wäsche und ein feines Kleid,
Inwendig aber war es grob und schmutzig.
Inwendig war es jämmerlich, nichtsnutzig,
Jedoch von außen voller Würdigkeit;
Von der Courage sprach es lang und breit,
Und that sogar recht trutzig und recht stutzig.
„Und weißt du, wer daS ist? Komm her und schauSo sprach der Traumgvtt, und er zeigt mir schlauDie Bilderflut in eines Spiegels Rahmen.
Vor einem Altar stand das Männchen da,
Mein Lieb daneben, beide sprachen: „Ja!"
Und tausend Teufel riefen lachend: „Amen!"
5.
Was treibt und tobt mein tvllcS Blut?Was flammt mein Herz in wilder Glut?
Es kocht mein Blut und schäumt und gärt,Und grimme Glut mein Herz verzehrt.
Das Blut ist toll, und gärt und schäumt,
Weil ich den bösen Traum geträumt:
ES kam der finstre Sohn der Nacht,
Und hat mich keuchend fortgebracht.
Er bracht' mich in ein Helles Haus,Wo Harfenklang und Saus und Braus,Und Fackclglnnz und Kerzenschein;
Ich kam zum Saal, ich trat hinein.
Das war ein lustig Hochzeitfest;
Zur Tafel saßen froh die Gäst'.
Und wie ich nach dem Brautpaar schaut', —O weh! mein Liebchen war die Braut.