An Herrn Geh. Kriegöratb Ursinns. 2 z 5
oder vielmehr der m 0 d e r i r t c Anschlag aller Kron-lchcn, worin enthalten ist, mit wie vielen Reisigen undGcwapnctcn jeder Kronvasall erscheinen soll. — Schonwieder eine pedantische Note! — Von der Uebersetzungselbst sage ich nichts, als daß sie mir sehr gefallen hat.
Die Volksgcschichte, der ich letzthin erwähnte, istungefähr folgenden Inhalts. Ein Schneider kommt vorden Himmel >— Petrus weiset ihn ab — endlich erhälter ein Plätzchen hinter der Thür, wo man ihn nicht sieht.Der liebe Gott mit seinen heiligen Engeln geht einmalspatzicrcn — der Schneider bedient sich der Gelegenheit,den Himmel und Gottes Thron zu besehen. Vor dem-selben ist eine runde Ocffnung, wodurch Gott alles sieht,was aufErden geschieht — Der Schneider guckt durch —sieht seinen Kameraden stehlen — reißt in der Eile einBein vom Thron, und schleudert es ihn, auf den Kopf. —Der liebe Gott kommt wieder — sieht den Mangel deseinen Beins -— es kann es Niemand als der Schneider,der allein da gewesen, gethan haben — er wird vorgefor-dcrt, und bekennet, was und warum er es gethan? —Darauf sagt der liebe Gott zu ihm: „Wanne! Wanne!„wenn ich so hastig wäre wie du, wie würde es dir auf„Erden ergangen seyn *) ?"
Das Vekiculum mit der Himmelsthür und demh. Peter wird auf diese Weise von den gemeinen Leutensehr gebraucht , es ist ein Werk der heiligen Mythologie;und es ist eine Zeit gewesen, wo mehrere Heiligen, derenCharakter dem Volke intuitiv war, eben die Dienste tha-ten, wozu man, nachdem die schonen Wissenschaften wie-der aufkamen, die griechischen und römischen Göttcr ge-brauchte. —-
Die
*) Man s, Th. i, S, zz-. N,