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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
75
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Anti-Kandide.

Cap. XI.

Kandide will sich auf einen Pilz setzen, undfallt darüber ans den Hintern.

kandide hingegen war nunmehr von dem Vorurtheileder besten Welt so vollkommen gehcilct, daß er überallnichts als die größten Fehler und Mangel entdeckte. Alleswas er sah, war böse, und wo er ging und stand,sah er nichts als Ungeheuer. Nichts ging ihm naher,als daß auch sogar der- Gassenkoth sich unterstehen dursteihm ins Gesicht zu sprühen, und ein großer Erdschwamm,worauf er sich eben ein wenig auszuruhen gedachte, unterseinem Hintern zu platzen.

O Pangloß, Pangloß! rief er mit weinenderStimme: wie hast du mich bisher verführet? Eine Welt,worin das Licht nicht leuchten kann ohne zu brennen;worin der Gassenkoth nicht einmal an der Erbe ruht, unddie Pilze von Natur, ja von Natur zerbrechlich sind,denn, wenn sie ein Wurm gestochen hatte, sollte es michnicht verdrießen eine solche Welt sollte nicht dieschlimmste seyn?

Pangloß, welcher ihn immer von ferne begleitete,an s Bcsorgniß, daß er sich einmal aus Mißmuth über soviele und beständige Unglücksfällc ins Wasser stürzen,und ( wie bey der bösen Eigenschaft desselben füglich zubefürchten war) darin ersaufen mögte, ging der Stimmeeilends nach, und fand seinen lieben Getreuen geradeneben einem großen Pilze, und den höchsten Unwillen inseinem durch die lange Schwcrmnth ohnehin verlänger-ten Gesichte. Ich wette, rief er mit einem unbeschcid-X > " nen