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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
60
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6o

Harlekins Heirath;

zur Vernunft gebracht werden muß? '

Der

Barth. O! die Liebe macht auch kluge Leute zuNarre»; mau muß dieser Thorheit etwas zu gute hal-ten, und Schlage auf der Bühne beschimpfen Harlekinnickt. Das ist so seine tägliche Rolle. Er wird zuallem geschlagen, und sogar zum Hahnrei). Und Dukannst mir als Deinem Vater wohl glauben, die Leute,welche eine gewisse bekannte Art von Klugheit oder Narr-hcit haben, sind am besten zu regieren. Die mchrstcnMenschen heirarhen als Narren, und werden erst klugals Männer, wenn sie auch im Ehestände nichts weiterlernen, als die Kunst zu schweigen. Zu einer gutenfriedlichen Ehe geHort Jugend, Gesundheit und Geld.Das übrige läßt sich entbehren, insbesondere der Ver-stand, wenn man sein Brot mit der Dummheit verdie-nen muß.

Kolombine., Es sey darum wie es wolle; dawir keine Comodic spielten, so hätte er mehr Verstandgebrauchen sollen. Er ist so dumm nicht, wie Sie mey-nen, und ich habe von Natur einen verzweifelten Triebdie Listigen zu überlisten.

Barth. Du kannst ihn nicht besser überlisten,als wenn Du ihn zum Manne nimmst.

Kolombine. Erst soll er mir wenigstens hiervor allen Leuten öffentlich Abbitte thun, und dann willich sehen was ich thue.

Barth. Warum soll er denn aber für den Haupt-mann von Astaroth Abbitte thun, mein Kind? Wir brau-chen es ja nicht zu wissen, daß Harlekin sich so übel auf-geführt hat.

Sieben-