ein Nachspiel.
55
Kolombine. Ich weiß nicht, ob ich es recktverstanden habe, der Herr Hauptmann von Astaroth sindbey mir gemeldet worden.
Harl. Das bin ich im Original, mein kleinesZuckermündchcn. Darf ich aber auch wohl fragen, obSie nicht die Mademoiselle Kolombine Bartholdinn sind?
Kolombine. Ihnen aufzuwarten, Herr Haupt-mann.
Harl. Nun, so sind wir ja bekannte Leute undNachbars Kinder, Komm dann, mein Schatz, undküsse mich.
Kolombine. Ich glaube immer noch, ich irremich. Man hat mir gesagt, daß Sie einige Bestellun-gen von einer sehr guten Freundinn, die ich auf demLande habe, an mich hatten.
Harl. Ja, recht, mein liebes SaucrnüßckeruHier habe ich ein Paar orientalische, periwianische Ohr-ringe, und dort einen Beutel mit eintausend gerändeltenSpecies-Dukaten. Was dünkt Dir dabey, mein Rofeit,ßnospchcn?
Kolombine. Ich begreife noch eigentlich nicht,wozu das alles?
Harl. Wozu, Mädchen? ?rimo sollst Du michdafür neun und neunzig Mal küssen.
Kolombine. Ach, wer weiß bey welchem Mad-chen Sie diese Ohrringe wohl erbeutet haben, und obSie ihr nicht gar dabey die Ohren ausgcrissen!
Harl. Ich eroberte sie in dem Laufgraben vorSchweidnitz, und diese tausend Dukaten habe ich einemfranzösischen Murschalle en rate cnmpnZne abge-nommen.
D 4 Aolom-