Ho Harlekins Heirat!);
Isabelle. O! das versteht sich von selbst; undich kann Dir zur guttu Nachricht sagen, dasi sie noch garkürzlich ein Paar brillantene Ohrringe ausgeschlagcn hat.
Harl. Aber der Freyer, der sie ihr angeboten,sollte der nicht so gewisse Vermuthungen gehabt haben,daß sie solche wohl annehmen würde?
Isabellc. Ich glaubte, Harlekin, Du dachtestbesser von unsrer Schaubühne. Wenn man alle dieje-nigen von uns vernrtheilen wollte, welche etwa einenfreundlichen Blick vergelten, oder sich eine Versuchungzuziehen, so würbe man sehr ungerecht gegen uns seyn.
Peter. Nein, der Faden muß wenigstens abbre-chen und die Schnur vom Rade fallen, sonst kann manseiner Probe nicht sicher seyn.
Jsa belle. Das dünkt mich auch, Peter; undwo ich Dich recht kenne, so würdest Du mein Cathrinchengern nehmen, ohne Scrnpel; undDu, Harlekin, thatestauch wohl, von der Probe nach der Hochzeit zu reden.
Harl. Das ist verflucht gefahrlich, und zu sei-ner Zeit eben nicht trostlich.
Isabellc. Ich wünsche Euch mit einander einPaar Weiber, die Euch die Kopfe zurechte setzen; undwenn Herr Barthold seine selige Frau noch hatte,so würde er mich nicht hieher ans April geschickt haben.Das sagt ihm nur, wenn Ihr ihn sehet.
(Geht ab.)
Keh nter