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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
77
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oder Vertheidigung des Groteske-Komischen. 77

vorhin angeführten, erkenne, und dem eigennützigenZwange zuwider sey, womit ihre beiden angeblich erst-geborncn Töchter die Fruchtbarkeit ihrer Frau Mutterbisher verhindert haben. Meine Leser dürfen sich nuran die verschiednen Gattungen der komischen Dichtkunsterinnern, um sich hiervon anfs lebhafteste zu überzeu-gen. Wie mannichfaltig ist nicht das Heldengedichtund die Oper in ihrem Geschlechte? Die Verfasser vonbeiden haben bald aus der hohem Geisterwclt, bald ausder Helden-und Nittergefchichte, bald unter den Men-schenkindern, bald unter den Thieren, bald aus denunterirdischen Klüften der Gnomen, ihre Personen undSchilderungen gewählt, das Kleine ins Große und dasGroße ins Kleine verstellt, jetzt ihre Figuren im schie-fen, jetzt im verzerrten Geschmack geschildert, hier deinEilen ein Bocksmaul mit fingerlangen Zähnen, dortdem Bocke ein richterliches Ansehen gegeben, und über-haupt alle in der Nachahmung ergebende Gegenständein eben so unterschiedenen Arten geschildert, als dieNatnr in ihren Werken beobachtet, wo unzählige Stückezu einer Art , und unzählige Arten zu einem Geschlechtgehören. Die heroisch - komischen, die komischen,die von dem rührenden Lustspiel nachgeahmten *),die burlesken, grotesken und Poissardcn - Opern sindkeincswcges bloße Spielarten ibrer Gattung, son-dern eigne fruchtbare Geschlechter, welche sich wie diewellenartige Menuct von der sanften Polonoise, undwie das flüchtige Schwäbische oder Schottische von

dein

Herr und Frau von Favart sind die ersten, welchediese Art der komischen Opern verfertiget jeunsLrecgue ist eine vortreffliche Probe davon, und diesStück verliert nichts von seinem Werth, wenn es auchvon der dMIe ck /trlliiäs der Frau von Grafsignynachgeahmt werden.