Iustus Mösers. 79
de. Sie handelt den Satz ab: Man dürfe in sei-ne Tugend Lein Mißtrauen seyen, wenn siegleich nur durch natürliche Güte und durchNeigungen gewirkt werde; ein Satz welcher zusitziger Zeit auch wohl zu beherzigen ist, da eine neuestrenge Philosophie die Neigungen von der Moralganz ausschließen und die letztere beynahe bloß zurLogik machen mochte. Diese Schrift war übrigensdem Andenken seines vertrauten Freundes, des schonoben I angeführten Herrn I. F. von dem Busschegewidmet. Möser ward der Vormund von dessensechs nachgelassenen Kindern. Unter denselben wareiner der an Mösern Lebenslang mit unumschränktemVertrauen hing, und im reifern Alter nur aus dessenVorstellung die wichtige Stelle als Geheimerrath an-nahm, worin er dem Hochstifte Osnabrück ganz vor-zügliche Dienste leistete.
Die launige Vorstellung Joseph patridgenist obeii schon erwähnt. Auch hievon erschien imJahre 1777 eine neue Auflage.
-Harlekin, oder Vertheidigung des Gro-teskekomischen, erschien zuerst im Jahre 176, zuHamburg, und ward 1777 zu Bremen wieder gedruckt.Diese kleine Schrift voll Laune und Menschenkcnnt-niß, zeigte Messern zuerst als einen Schriftstellervon nicht gemeiner Art. Sie ward vermuthlich da-durch veranlaßt, daß damals verschiedene Schrift-
') S. Seite so.
Möscr- ven». Cchnstt». iv Td.