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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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Iustus Mösers. 71

aulassung, wie er selbst in der Vorrede erzählt. Aberes ward sein weltumfassender Geist erfordert, um inder Geschichte eines kleinen Landes, bey dem er, zurrichtigen Darstellung der neuern Zeiten, bis in die äl-testen Zeiten zurückgehen mußte, den Keim zu denwichtigsten Aufschlüssen in der allgemeinen deutschenGeschichte zu finden. Er überzeugte sich nämlich,daß man jede alte Geschichte auf die Beschaffenheitund Verfassung der gemeinen alten Einwohner grün-den müsse; worunter die gemeinen Landeigenthümerdie wahren Bestandtheile der Nation wenigstens solange waren, als noch nicht durch den mehr verbrei-teten Gebrauch des Geldes, der Boden aufhörte aus-schließend Werth zu haben. Bis auf Mösern haltedie alte deutsche Geschichte nur in der Geschichte derKonige und ihrer Kriege bestanden, und die ältestenNachrichten des Cäsar, des TacituS u. s. w. warensehr mißverstanden worden, weil man die natürlicheBeschaffenheit des Landes und die eigentliche Verfas-sung seiner Einwohner aus der Acht ließ, und Zeitenund Einrichtungen auf eine unverantwortliche Artverwechselte.

Die Wohnung und Verfassung des gemeinenLandeigenthümers im Hochstifte Osnabrück und ineinem großen Striche von Westphalen, ist zum Thei-le noch ganz eben so wie im Mittelalter, zum Theiletragt sie die deutlichsten Spuren dessen was sie da-mals war; ja man wird veranlaßt zu muthmaßen,sie gebe ein ziemlich genaues Bild von der Verfas,

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