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Z 62. Finanz- und Münzwesen.
Zu dm Renten gehört außer der Pacht der Weiden der geringeErbzins von Häusern und Plätzen (Halle, Bänke der Fleischer,Schuhmacher, Pclscr), die Pacht der Deiche, der Wind-, Wasser-, Walk-,Slip- Loe-Mühlcn, der Fischereien in den Stadtgräben und aufdem Schrikling ') und unter dem Walde, des Wagen- und Straßcn-zolls und das Einkommen vom Schnltheißcnamt. Von allen diesengelangt zeitweise zu einiger Bedeutung nur die Pacht der Mind-ernd Wassermühle und der Fischerei auf dem Schrikling.
Ein Teil der Weiden wird im 17. Jahrhundert zu Ackerlandverwandelt, daher von 1570 an Verpachtung von Weiden undLändcrcicn als 6. Kolonne erscheint.
Außer den hier angeführten Einkünften kommen zeitweise alsmeist geringe Einnahmequellen vor Zölle von Salz, von Düppcn(Töpfen), von Malvasier und Romainen (fremder Notwein), spätervon Branntwein (stieg über 100 Gulden), Tabak, Versiegelung der„Bomsincn" und Webcrgcld, Einkommen des fünften, zehnten, sechzigste»,hundertsten Pfennigs der verkauften Güter u. a.; die meisten vondiesen erst im 17. Jahrhundert.
Bisweilen lieferten einen höheren Ertrag die Strafgelder, dieals Rats-, Feld- und Waldbrüchtcn in der Rechnung erscheinen;
st Der Schrikling ist der nördlich des Rheinkanals bis zur Ruhrinündnngliegende Teil des Rheines am diesseitigen Ufer. Pachtbedingnngcn von 1594:Eyn crbar raidt Heft die fischerie upn Schricklink verPacht voir tachtcntich golt-gnldcn, ider ad 7l) alb. Die pcchters sollen na alden gebrnik alle jair np frig-dag na nnsers lieven Heren hymmelfartdach ader, wen die burgermeistere solchesfurderen doen, die vurscr. fischerie to verwinkopen und boven ire Pacht to gevenschuldich syn 2 goltgulden, ider ad 7l) alb. cnrrent gcrekcnt, dairto twintich Pinnlevendiger karpen und 29 pnnt gnedes gekrnmpen (?) salms. Die pechterssollen alle sondage in den vasten einen gneden salin, die nicht ander negen undtwinlich pnnt wegen fall, in die statt bringen, dat pnnt dairvan ander bnrgcr-meistere, schepen und rait voir 18 Heller uit to snydcn. Up paischavent sollenoik die pcchters lcveren na alden gebrnik 48 pnnt salms in behoif der bnrger-meister, schepen und raidt. Die pechters sollen oik np gesynnen der burger-meistere und raidt glichfals schuldich svn, iders jairs seß dage und setz nechte tobehois der stadt to vischen, wie von aldz gewoenlich is (späterer Zusatz: dengrasvon Moers uf syst gesinnen gleichfalls zwei vartcn unbchalten). Alle stoeren, diegefangen werden, sollen die pechters bnrgerineistern und raidt leveren, dairgegeit sal meninnen geven oer ald recht, nemlich 1 goldgnlden. Die pechters sollen np allevischdage eine guede kype fische np den mart an die vischbenke und nirgendsanders bringen und die von den martmeistern fetten laissen und also verkopen. Diepechters fallen durch dat jair op den worp am Rhyn den burgern, die solchesbegeren und die fische to irer selfs noetturft gebrniken wollen, nit hoeger ver-koepen, dan hiernae volgt: 1 Pnnt Wintersalms voir 6 alb., snmmerlasses 3alb., karpen 2P, snoeks 2'st, bressems 2, muntfischs siz alb. (Lt. .4. 5S9 L).