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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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Beginn der Felidc. Duisburg rem Erzbischof überfalle».

I» dm Duisburger Nechuuugcu ist die Rebe von Zügeu vorDorsten, Kaiserswerth uub Rccklinghausc»; bei der letzten „Reise"war mau zwei Rächte mit Iii Pscrdcu aus, vermutlich um das Ge-treide niederzutreten. Gegen die Mitte September zag mau vorDorsten, um die Mühle zu zerstören; mau gewann dort auch Salpeter.Der Bürgermeister verlor vor Dorsten ein Schwert, Dtto Bogel eineTarse, Mennvlt Pierling einen eisernen Hut, Reinten von Mors eineSchuppe; Gefangene werden erwähnt von Stütelberg, die stl Guldenzu zahlen hatten; U'st, Knldcn erhielt man von den Dcntzcr Gestmgcuen, die hier im Turm saßen. Der Anteil an der Brand-schatzuug (Dingtacl) des Kirchspiels Mülheim betrug Gulden;ferner wurden geraubte Weine verkauft.

In der städtischen Geschichte spielt die grüßte Rolle der Versuchdes Erzbischofs, die Stadt bei Rächt zu überrumpeln. In denChroniken heißt es nach Withof: Der Erzbischof rückte in der Fastenzeit am Tage des heiligen Gregvrii (IL. März) l445, und zwar nachdem es ganz finstere Ruckst geworden war, mit bewaffneter Mannschaftganz stille herbei, in Hoffnung, sich der Stadt solchergestalt unvcrsehcus zu bemächtigen. Aber sein Bornehmen wurde zu Wasser.Denn nachdem diejenigen Bürger, so ans dem steinernen Mühlcntnrmau der Stadtmauer ans Vorsicht gelagert waren, weil mau bereitseinigen Argwohn von der crzbischüflichen Feindseligkeit geschüpfet,durch das Gctüsc und Geräusch der Waffen bei so vielen herannahe»den Köpfen erwacht waren, zündeten sie einige Strohgarben an, diesie zur Hand hatten, bei deren Licht sie den Glanz der Waffen nichtundeutlich erkennen konnten; worauf sie alsbald mit Rufen, Beckenund Schellen die übrigen Bürger ermuntert und die Stadt von allerGefahr des nächtlichen Uebersalls befreiet und den Feind zurückzu-weichen genötigt haben. Withof fügt hinzu: Unter andern? ist sehrmerkwürdig, daß der Erzbischof mit seiner bewaffneten Mannschaftdamals von der Seite des Sicchenhauses kommend bereits bis andie steinerne Brücke vor der Marienpfortc sich genähert hatte; als eraber daselbst durch das fast unvermeidliche Geräusch der Menschenund Waffen, wie nicht minder durch den Wiederschein, ungeachtetaller nächtlichen Finsternis war entdecket worden, und also die gc-faßtc Hoffnung hiemit strandete, hat er mit großem Verdruß undund Unwillen ausgerufen: Verloren, verloren; zu welcher Worte Andenken gedachte Brücke nachhcro die Vcrlvrene-Kost-Brücke geheißen,das noch heutigen Tages von den gemeinen Leuten nach ihrer Mundort „Vcrlürkcs Brücke" ausgesprochen wird. Auch ist zu merken daßdarum noch viele Jahre hernach zum immerwährenden Andenken an

Averdunk. Geschichte der Stadl Duisburg.