K bt>. Duisburg unter Adolf von Cleve ?e.
und besonders Engelbert hatten Jahrzehnte hindurch gegen den Oheimund Borgänger Diedrichs, den Erzbischof Friedrich von Saarwerden, einen erbitterten Krieg geführt, wie oben dargelegt ist.Endlich, die Gattin des Grafen Friedrich von Mors-Saarwerden,Katharina, war zwar eine Schwester Adolfs von Cleve, aber sie wares, die ihren Bruder Gerhard ganz besonders gegen Adolf aufstachelte,
Diedrich von Mors war der zweite von fünf Brüdern; derä lteste war der vorgenannte Graf Friedrich von Mors und Saarwerden; der jüngste, Johann, erhielt die Herrschaft Saarwerden; derdritte, Heinrich, wurde 1444 wesentlich durch Diedrichs UnterstützungBischof von Münster; auf demselben Wege wurde er 1441 Adininistrator im Stifte Osnabrück; Walram wurde Bisehof von Utrecht,doch vermochte er gegenüber einem Mitbewerber nicht in den Besitzdes ganzen Sprcngels zu gelangen, Diedrich selbst war lange JahreAdministrator des Bistums Paderborn, So geht durch die ganzeThätigleit Diedrichs als ein verbindender Faden das Streben, seineFamilie emporznbringen, und er erreichte es, daß das Mörser Hansdas einflußreichste in ganz Nordwestdentschland war und Eleve vollständig nmtlammcrt hielt, während zuvor Mors von Cleve sich eingeengt fühlte.
Hierzu lam nun endlich, daß Adolf nach der diplomatischenHandlungsweise jener Zeit von vornherein ein trügerisches Spiel mitDiedrich von Köln spielte, was dieser allerdings erst nach Berlanf vonmehr als IE Jahren erfuhr.') Beben Diedrich von Mörs trat nämlieh als Bewerber für das Erzbistum Wilhelm von Berg auf, der seill.st Jahren, ohne die Weihen erhalten zu haben, dem Paderborner Bistum vorstand. Während nun Adolf für Zusicherung von 44(A)ll Guldenden Diedrich von Mörs unterstützte, verabredete er mit seinem BenderGerhard, daß dieser an Diedrich unerfüllbare Fordcrnngen stellte unddann in Berbindnng mit dem Herzog Adolf von Berg dem Gegenlandidatcn beistand. Diedrich siegte in dem Streit mit Wilhelm vonBerg; am 49. August 1414 erhielt er die päpstliche Bestätigung'!und bald darauf die Belchnnng vom König Sigismund. Mit denGegnern brachte er znm TcilZelbst einen Ausgleich zustande, zmnTeil wurde er durch Schiedsspruch versöhnt.^)
Nun aber wechselten die Nolle». Adolf von Cleve wurde zwarzunächst nicht offener Feind Diedrichs, schloß vielmehr am 4. Inn!1418 auf fünf Jahre einen Friedensvertrag/) wurde aber Bcrbündetcrder Gegner Diedrichs. Dazu wurde er veranlaßt durch neue Streitig
st Lac. IV 174. st Lac. IV 86. st Lac. IV 99 Note, st Lac. IV 108.