Fischpforte. Schwanenthor. 143,
Johannitern jener oben erwähnte Vertrag gcschtvssen ist, so liegt dieVermutung nahe, daß mit den Veränderungen, welche jenen Vertragveranlassten, anch das Lifkcnthvr beseitigt ist.
Die Fischpfvrte bildete den Ausgang der Nhcinstraßc nach demRheine hin. Denn in den Akten vom NcichShofst heißt es in derZinsrollc von 13,27: Arnd Schacp van synein hnys, belegen bi derVischpvrtcn; und aus einem Bericht über das Dcntsch-Ordcnshaus^)ergiebt sich, daß 1343 Nesc Schaep in der Rhcingassc wohnte. Sonstwird die Fischpfortc noch erwähnt in der Stadtrcchnung von 1377und 1413 (Kladde): van dem lock an die Vischportc tc malen, end-lich im Inventar des Katharinenkloskers:") 1364 verkauft Petrus deGusta an Thcod. Geldcrmann ans seinem Hans bei der Vischportcneinen jährlichen Zins. Anch diese Pforte war wie das Eselsdörlci»nur ein Ncbenthor; die Stadtrcchnnngen von 1356 an zeigen, daßdiese beiden nicht durch besondere Werke geschützt waren oder regel-mäßig bewacht wurden. Anders stand es mit Lifkcnthor; es warüberdacht und hatte einen ständigen Wächter <cf. Seite 142 Anw. 4).
Die vier übrig gebliebenen Thorc .sind also Stapel-, Kuh-,Marien- und Schwanenthor. lieber das Maricnthor ist eben ge-sprochen, über das Stapelthor wird in H 25 ausführlicher die Redesein; der Name des Kuhthors ist an sich verständlich; dort wurden dieKühe hinansgetricbcn auf die Wedau und aus die Heide, die zwischender Landwehr und dem Walde lag (Die Benutzung des Nenenkampsfand erst später statt». Das Schwanenthor endlich hieß früher Schwalcn-thor. Die Bedeutung des Wortes war schon früh dunkel. Daherentstanden schon im Mittelalter merkwürdige Erklärungsversuche. DerSchreiber der Rechnung von 1356 glaubte, es sei des Walen Thor(abgekürzt 's Walen, wie 's Gravcnhaag) und sagte lateinisch: pvrt.rMÜIioi. Ihm folgte der Schreiber der Rechnung von 1369. Evcrhardns von Essen, der Stadtfchrcibcr von 1375—1467, übersetztePorta Inruinlinis Schwalbcnthor, weil die Schwalbe mittelhochdeutschmvaievo heißt, auch gekürzt 8rva1 (daS b ist dabei aus v verhärtet).Aber es giebt anch eine Schwalcnburg und andere, Schmalenthor bestätigende Bildungen. Es bedeutet eine Niederung, in welcherWasscrwogen, Nebclwolken auf- und nicdcrwallcn oder schweben; derWogen Schwall hängt damit zusammen. — In den Gräben wurdenim Mittelalter (siehe z. B. 1475 Stadtrcchnung) Schwäne gehalten:Hafer wurde von Bürgern geschenkt oder auch vom Rcntmcistcr an-gekauft, sie zu nähren. Wegen der Schwäne kam es allmälig ans,
st Düsseldorf, st H.. Düsseldorf. 153. st Lalv. Vikarienakten t !l.