Aufhel'img des Klosters,
Ingwer, 66 Gang Kohlen, 46 Dienste mit L Pferden, Im ganzenalso wurden die übrig gebliebenen Einkünfte auf 17.66 Rcichsthalcrgeschätzt, Im September wiederholten die Klostcrbcwohncr den Antrag; im Oktober befürwortete die Universität die Aufhebung, weildie Räume wie das Einkommen, auch nach Abfindung der Kloster,lentc, ihr sehr dienlich sein würden.
Indessen die preußische Regierung kam nicht dazu. Aber am6. August 1866 erließ Joachim, prinoa et A-rnnck ainiral ck<z Rranco,g'nnui (lue eis L«zrg', voll Benrath aus das Dekret: I/nkikmz-o 6sUarnurckiilizr uoutinöa Onsssron n, Ouisbotlr«' osb suxpriinos.Die vorhandenen Insassen wurden mit einer Rente abgefunden, dievorhandenen Güter vom Staate eingezogen, die Mobilien unter denHammer gebracht, wodurch sie nach allen Richtungen zerstreut wurden.Das Silbcrwcrt kam in die Großhcrzoglich bcrgische Münze, dieMeßgewänder wurden unter die bedürftigen Gemeinden zu Holteilund Kettwig verteilt; die Orgel, auf welche auch die hiesige lutherischeGemeinde ein Gebot gcthan hatte, der meistbietendcn Gemeinde Holtenfür 46 Thlr. übergeben; die Monstranz für 56 Rcichsthalcr derkatholischen Gemeinde zu Rnhrvrt, lieber die Verwendung der Ge-bäude wurde lange verhandelt. An das Civilgouvcrneincnt der Länderzwischen Weser und Rhein wurde 1815 berichtet: Die Gebäude desaufgehobenen Klosters Duissern haben dasselbe Schicksal, wie mehrereder aufgehobenen Etablissements, sie sind ruiniert, und es bleibt nichtsanderes übrig, als solche öffentlich auf den Abbruch zu verkaufen.Doch wurde dem Antrage nicht vollständig entsprochen; aber dergrößte Teil auch der Grundstücke ging in Privathändc über. DieEcke der Nonnengassc und Oberstraß«.' wurde 18M von der preußi-schen Regierung zur Einrichtung einer katholischen Schule geschenkt;die hat dort bis 1835 bestanden, dann wurde auch dieser Teil anPrivatleute verkauft.^
Ein anderer in der neueren Duisburger Litteratur bereitsmehrfach behandelter Gegenstand in Duissern ist der kleine, ringsumvon einem jetzt trockenen Graben umgebene, etwas erhöhte Platz ander Dorfstraßc neben Schlcchtcndalshof. Die jüngste Erklärunggeht dahin, es sei dies ein Fährhaus gewesen. Blau denke: einFährhaus von einem künstlichen Graben rings umgeben! vielleichtdamit niemand herankommen kann? Dazu spricht vieles anderegegen diese Annahme. In uralten Zeiten wird der Strom gewißeinmal nahe an Duissern vorbeigcflosscn sein, das kann das hohe
') Düsseldorf, Akten betr. Anfhel'ung des duisserschen Klosters,
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