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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Grenze gegen Mörs. Kaßlerfeld.

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dem übrigen Dnisbllrgcr Gebiet trennt; auf dm Flurkartcn von1824 und 1837 (auf dem Katastcramt) zeigt sich dort ein Grenz-grabcn, der vom Nhcin zum „drög Pött" (wo der Weg zum Schlickvon der Ruhrortcr Straße sich trennt) führt. Bon da lief die Grenzezum Unkelstcin an den alten Sommcrdcich und nähert sich der Stadtin auffallender Weise; sie bleibt keine 60 Ruten vom Coblenzcrturmin der Stadtmauer entfernt. Wir müssen annehmen, daß dort infolgeder vom Rhein gemachten Biegung der Strom sich an der Duis-burger Seite befunden, die Anlandung an dem Mörser Ufer stattge-funden hat. Vom Unkelstein folgt die Grenze etwas über 200 Nutendem alten Sommcrdcich. Dann springt das Duisburger Gebiet stark indas Meiderichcr vor, links (südlich) von der Mörser Grenze begleitet.Diese Ansbiegnng wird von dem größtenteils fürstlichen resp. fiskali-schen Khffert eingenommen. Wo die Greuzc an dem Südwcstende desKpfferts sich wieder gegen Norden wendet, berührt sie das Göttcrswickeroder Meiderichcr Gebiet. Der Khffert lag meist auf dem rechten Rnhr-nfcr. Rnhrvrt hat also vor Zeiten nicht mit Duisburg zusammengegrenzt; es ist, wie schon oben bemerkt, überhaupt erst nach der Bcr-ändcrnng des RheinlanfS gegen Ende des 14. Jahrhunderts allmäh-lich unter diesem Namen aufgekommen.

Ans Kaßlerfeld, ehemals Kassel, hatte schon im Jahre 1139das Kloster Hamborn Einkünfte^) Das Kloster Nottcln bei Münstererhielt von dort Wein.-) Nach der Veränderung des Stromlanfskam das Land mit seinen Höfen in den Besitz Duisburger Ein-wohner. Es befanden sich daselbst 8 Hofstätten und 3 Kathstätten.Zu jeder Hofstättc gehörte nach einem Wcistum von 1556^) außerdem Erbacker „eine gcwalt der weiden; eine gcivalt rechts vurscr. ist4 perde, 'I «hundert) lammcr; der vronbotc hat eine gcwalt rechts.Dp Meidag mag men sie bedriven bis op sent Jaeobsdag (25. Juli)";was darüber ist, wird geschüttet (abgeführt) durch den boten; er er-hält dafür von einem jeglichen mnnd 12 aldc Penning, von denfremden ' mark.

Das Kaßlerfeld gehörte zur Grafschaft Mörs, zum HombcrgcrGcrichtsbezirk; Güterübertragnngcn mußten vor dem HombcrgerSchultheiß und seinen Schöffen stattfinden, die Bewohner gehörtenzur Kirche in Halen und später in Homberg. Erst nach dem BaselerFrieden 1795, als das linke Rheinufcr französisch wurde, wurde es

9 Lac. I 333. 9 Nach briefl. Mitteilung des Herrn Archivars Philipp!auf Grund von Urkunden des Klosters Nottcln im Staats-Archiv zu Münster.9 Düsseldorf. Duisburg, .4. 82. Stadtlagerbuch S. 503.