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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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Pfalzgrafschaft.

ihm als dem Gründer des Klafters Brauweiler eine ausführliche,schau im 1l. Jahrhundert verfaßte Lebensbeschreibung gewidmet ist.'!Es wird erzählt, daß er ein stattlicher Manu gewesen sei, der injeder Tugend sich auszeichnete, und daß er in graßer Gunst schau beiOtto l. und Otto Tl. gestanden habe und ebenso bei der Gemahlindes letzteren, der griechischen Theophann, die nach dem Tode des Ge-mahls für ihren Sohn die Regierung führte. Dieser Sohn, Otto III.,habe so ausgezeichnet Brett gespielt, daß ihm niemand gleich gekommen sei. Eines Tages aber habe er in der kaiserlichen Pfalz zuAachen den Pfalzgrafen Ezzo genötigt, mit ihm zu spielen und zwarsolle, wer dreimal hinter einander Sieger bleibe, das Beste, was ersich wünschen möge, von dem Gegner als Preis gewinnen. Ezzohabe die Dreieinigkeit angerufen und sei mit dieser Hülfe Sieger geblieben, und obwohl er daran zweifelte, daß er seinen Preis erhaltenwerde, habe er ihn doch schließlich genannt: er habe um die Hand derSchwester Ottos, Mathildis, die damals im Kloster zu Essen beiihrer Tante Sophie erzogen wurde, und der er schon längst seineItzicbe zugewendet hätte, gebeten: nach einigem Bedenken habe ihmOtto seine Bitte gewährt.

In der Erzählung kommt zum Ausdruck, daß auch nach demUrteil jener Jeit die Berbindnng'Ezzos mit der Königstochter etwasUngewöhnliches war und nur durch außergewöhnliche Ilmstände ermöglicht sei. Es sagt auch ein gleichzeitiger Chronist,-) die Sachehabe vielen mißfallen: aber weil eine Acndernng nicht möglich ge-wcsen wäre, hätte der königliche Bruder die Mißlichkeit dadurch gehoben, daß er der Schwester reiches Heiratsgnt gegeben habe.

Otto III. starb bekanntlich frühzeitig ( 1M2>; mit seinem Nachfolger Heinrich II. lebte Ezzo lange Zeit in Unfrieden, ja es kamzu offenen Feindseligkeiten, bis etwa Kill eine Bersöhnung stattfand, in welcher Ezzos Tüchtigkeit durch große Geschenke anerkanntwurde oder für den König gewonnen werden sollte; derselbe überließihm Kaiserswerth mit allem Zubehör, Duisburg und Saalfeld inThüringen.") Räch diesem blieb Ezzo in der Gunst des Königs;als dieser im Jahre I0RI lili.A; Hufen des überreichen TriererKlosters St. Maximin einzog, belehnte er damit seinen SchwagerHerzog Heinrich von Baiern, den Pfalzgrasen Ezzo und den GrafenOtto (von Hammerstei» >.' >

') De. Harles;, Viva Leonis in Lac. Arch. IV S. 169 ff.

-> Thietmar IV 38 in ülounivonts dsrinanias V Z. 7^e>.

°h Lac. Archiv IV S. 191. Vits, üxxonis H 13.

Beyer, Mittelrheinisches Nrkundenbnch II 35.