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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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Im/ins') clv mi^i'.itionibns gentium schreibt: Noahs crstgcborcncrSohn Japhct habe sich nach Europa begeben, aber sich an den äußer-sten Grenzen, nahe bei Asien, aufgehalten; sein Sohn Gomcr^) seiweiter nach Deutschland hinabgcvückt; endlich dieses Gomcrs SohnAskenah^) oder Tuisko sei mit 30 Helden und Hauptlcuten, so seineVäter, Söhne und Kindcskindcr gewesen, aus Armenien ganz hinunternach Nicdcrdcntschland an den Rhein gekommen, nach Erschaffung derWelt anno l790; nach der Sündflut 134. Nachdem er hin und herDeutschland beschauet, hatte ihm diese Gegend am Rhein am bestengefallen; daher er seinen Stuhl und kixnin possösmvnsm (festenSitz) zu Duisburg gcpflanzct.

Nun mehrten sich die Einwohner täglich; aber ohne Obrigkeitgeriet alles in Konfusion; bei so gestalteter Sache faßten sie den Ent-schluß, sich eine Regierung anzuordnen und haben das Regiment demTuisko als dem fürnchmsteu Führer anerboten und ihn zu ihremKönig gemacht, da er es angenommen hat. Er hat neue Gesetzegegeben, die mitgebrachten Völker zu Hauptlcuten verordnet, die sech-zehn griechischen Lettern erfunden, die bewohnten Oertcr mehrcntcilsnach seinem Namen gcnenuet als Duisburg, Deutz bei Köln :c. Diessein Königreich ist genannt worden der Chimmcrcn oder CimbernReich und hat sich erstrecket von dem Rhein an bis in Dänemark.Tuisko hat friedlich regiert 178Z Jahr und ist gestorben nach Er-schaffung der Welt ungefähr 1964 Jahr, zu Zeiten des Tharah,Abrahams Vaters.

Das Land nahm mehr und mehr an Volk zu; der eine ver-trieb den andern, daß es einem Regenten endlich zu schwer fiel; soist das cimbrischc Königreich verteilet, und der alte Name nach-her Dänemark und den herumliegenden Gegenden übrig blieben; dieserheinischen Gegenden aber sind Ccltac, Kelters oder Chelters genannt;welcher Name lange Zeit, auch zu Jnlii Cäsaris Zeiten, gemeingeblieben und ein Dritteil von Frankreich begriffen hat, während jede

') Wolfgaiig Lazins, äs Ksutium olignot miKrabionidus, 8sckibu8,rslignim linKuorumgns inirüs st iminntatianibus o,o ckislsobm libri XII.lZaoilsas per 4. Oxorinnm 1587. lieber LazinS, geb. 1514 zu Wien, gest.1565, ein frühreifes Talent, — mit 16 Jahren begann er seine arztliche Praxis —findet man ausführliche Nachrichten in der deutschen Biographie. Nach Withofwar er ein großer Geschichtsschreiber, Philosoph und kaiserlicher Leibarzt.

0 Siehe 1. Mose 10, 2.

S. 1. Mose 10, 3.

0 So steht in meiner Handschrift; Tpbius sagt 100 Jahre und dreimal 10.Zieht man 1790 von 1964 ab, so erhält man 174: bei diesen so weit zurück-liegenden Ereignissen der Urzeit ist ein Irrtum in den Jahreszahlen sehr verzeihlich.