orwort.
Eine Geschichte Duisburgs ist seit lauger Zeit vermißt worden.Die frühere» versuche köuue» heute Niemand befriedige». Wiederholtdazu aufgefordert, habe ich mich vor zwei Iahren zur Bearbeitungderselben entschlossen. Zwar hatte ich mich schon viel mit der Ge-schichte der Stadt beschäftigt, aber niemals zusammenhängend, undbesonders ungünstig war, daß ich keine Material-Sammlungen an-gelegt hatte. So kommt es. daß ich jetzt trotz angestrengter Arbeitmit einem Werk hervortrete, dessen Unvollkommcnhcit niemand lebhafterempfinden wird, als ich. Aber es wird hier mit vollem Rechte dasWort Anwendung finden: das Beste ist der Feind des Guten; cheeine so vollständige, in jedem Teile so wohlbegründete Darstellung,wie sie mir als Ziel vorschwebt, fertig wird, kann noch manchesJahr vergehen. Durch die vorliegende Arbeit wird die Erfor-schung der Geschichte Duisburgs hoffentlich neue 'Anregung erhalten.Daher habe ich die mir bekannten Fundstätten möglichst genau be-zeichnet, um Mitarbeitern und Nachfolgern den Weg, den ich ohneAnleitung mühsam habe suchen müssen, zu erleichtern. Mein Haupt-gestchtspunkt aber war, die Bewohner mit der Heimat und ihrerVergangenheit bekannt zu machen, um dadurch die Liebe zu derselbenzu erhalten und zu erhöhen, oder auch zu erwecken. Es werdendaher auch viele Dinge besprochen, die auf die Entwicklung derStadt keinen Einfluß haben. Sollten meine Untersuchungen endlichfür die Wissenschaft nicht bedeutungslos sein, so würde mich das sehrfreuen; insofern wenigstens find sie in wissenschaftlichem Sinne ge-führt, als sie auf die Erforschung der Wahrheit gerichtet sind.
Die Arbeit ist bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hohen-zollernhause I666) fertig; aber aus äußern zufälligen Gründen wirdsie in zwei ungefähr gleich umfangreichen Abteilungen erscheinen,jedenfalls aber gegen Ende des nächsten Jahres vollständig im Druck