Vorrede auf die Lateinischen u, Deutschen Begcabnißgefänge. 133
wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir demHerrn. Darum, wir leben, oder sterben, so sind wir des Herrn;denn dazu ist Christus gestorben und auserstanden, daß er überTodte und Lebendige Herr sey. Rom. 14, 7, 8, 9.
Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sindwir die elendesten Menschen unter allen. 1. Cor. 15, 19.
Wie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christoalle lebendig gemacht werden. 1. Cor. 15, 22.
Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist deinStachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Aber der Stachel des Todesist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gottaber sey Danck, der uns den Sieg gegeben hat durch unsernHerrn Jesum Christum. Amen. 1. Cor. 15, 54 — 57.
Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.Phil, l, 21.
So wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist,also wird Gott auch die, die da entschlafen sind, durch Jesummit ihm führen. 1. Thess. 4, 14.
Solche Sprüche und Grabschriften ziereten die Kirchhofe bes-ser, denn sonst andere weltliche Zeichen, Schild, Helm ?c.
Wo aber jemand tüchtig und lustig wäre, solche Sprüche ingute, feine Reime zu stellen, das wäre dazu gut, daß sie destoleichter behalten und desto lieber gelesen würden. Denn Reimeoder Vers machen gute Sententz oder Sprüchwort, die man lie-ber braucht, denn sonst schlechte Reden.
Luca 2, 29, 30, 31.
Im Fried bin ich dahin gefahrn;
Denn mein Augen gesehen hanDein'n Heiland, Herr, von dir bereitZum Licht der gantzen Christenheit.
Indeß ruh' ich in dieser GruftBis auf mein's Herren Wiederkunft.
Luca 2, 29, 30, 31, 32.
Mit Fried' und Freud in guter RuhFröhlich that ich mein' Augen zu,
Und legt mich schlafen in mein Grab,
Weil ich den Heiland g'sehen hab,
Den du für uns all hast bereitZum Heil der gantzen Christenheit,
Daß er das ewig Licht sollt seyn,
Den Heyden zum seligen Schein,