Druckschrift 
5 (1827)
Entstehung
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111
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Lieder, I I t

Deines nächsten Weib nicht begehrn

Und all seins Guts gern entbehrn. Kyrieleison.

' ' ach l.'

^

2.

Diß sind die Heilgen zehn Gebot,

Die uns gab unser Herre Gott,

Durch Mosen, seinen Diener treu,

Hoch aus dem Berge Sinai. Kyrieleison.

Ich bin allein dein Gott und Herr,

Kein Götter sollt du haben mehr;

Du sollt mir gantz vertrauen dichVon Hertzengrund lieben mich. Kyrieleison,

D.. y ,t' ! , nd sr,2Du sollt nicht führen zu UnehrnDen Namen Gottes, deines Herrn;

Du sollt nicht preisen recht und gut,

Denn, was Gott selbst redt und thut, Kyrieleison.

Du sollt Heilgen den siebenden Tag,

Daß du und dein Haus ruhen mag:

Du sollt von dein'm Thun lassen ab,

Daß Gott sein Werck in dir hab. Kyrieleison.

Du sollt ehrn und gehorsam seynDem Vater und der Mutter dein,

Und wo dein Hand ihn'n dienen kann,

So wirst du längs Leben han. Kyrieleison,

Du sollt nicht todten zorniqlich»

Nicht hassen, noch selbst rächen dich;

Geduld haben und sanften MuthUnd auch dem Feind thun das Gut. Kyrieleison,

,

Dein Eh' sollt du bewahren rein,

Daß auch dein Hertz kein andre mein,

Und halten keusch das Leben deinMit Zucht und Mäßigkeit fein. Kyrieleison,