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3 (1827)
Entstehung
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Von der Welt und ihrer Art.

cher wenig Gläubigen willen, so wäre sie lange in einen Haufengangen und läge in der Aschen.

Leihest du, so kriegst du es nicht wieder. Giebt man dirs wie-der, so geschieht es doch nicht so bald und so wohl und gut. Ge-schieht aber, so verlernest du einen guten Freund.

Sanct Paulus zeugets mit denen Worten, da er sagt, Gal. 4,8.:Da ihr Gott nicht erkanntet, das ist, da ihr noch nicht erkanntet,was Gottes Wille gegen euch wäre, dienetet ihr denen, die von Na-tur nicht Gotter waren. Ihr dienetet eures Hertzens Träumen undGedancken, damit ihr ohne, ja wider Gottes Wort und Befehl eucheinen solchen Gott dichtetet, der sich versöhnen liefst mit Wercken undGottesdiensten, aus eurer Andacht und guter Meynung erwählet.Denn eben daher, daß natürlich alle Menschen diese gemeine Er-kenntniß haben, (nemlich, daß ein Gott sey,) ist alle Abgötterey inder Welt entstanden, welche ohne solche Erkenntniß der göttlichenMajestät wol nachblieben wäre. Weil aber, solche Erkenntniß denMenschen natürlich eingepflanzet ist, haben sie von Gott, ausser undohne seinem Wort, eitele und gottlose Gedancken gefasset und für diegewisse, göttliche Wahrheit gehalten, und also einen andern Gott ge-dichtet, denn er von Natur und an ihm selbst ist.

Dem Gestirn gläuben, ist Abgötterey, denn es ist wider daserste Gebot: Du sollt nicht andere Götter neben mir haben.

D. M. Luther ward ein groß Buch bracht, welches ein Fran-zose, Wilhelmus Postellus genannt, von Einigkeit in der Welt ge-schrieben hatte, in welchem er sich hefftig bemühete, die Artickel desGlaubens aus der Vernunft und Natur zu beweisen, auf daß er dieTürcken und Jüden möchte bekehren, und alle Menschen (sie hättenso mancherley Gottesdienst, als sie immer wollten,) zu einem Glau-ben bringen. Da sprach D. M. Luther: Es ist zu viel auf einenBissen gefasset, wiewol andere vor unfern Zeiten auch Bücher ge-schrieben haben von der natürlichen Theologie, mit welchen sie denChristlichen Glauben aus der natürlichen Vernunft beweisen woll-ten- Diesem aber ist es gangen nach dem Sprüchwort: Franzosenmangelt es am Gehirn. Es werden noch Schwärmer kommen, diewerden sich unterstehen, allerley Abgötterey mit einem Schein undDeckel auf den Glauben zu richten und damit zu beschönen.