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[1] (1844)
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durchaus nicht als Beweis einer Tradition gebraucht werden kön-nen, haben wir ferner zwei, wo möglich noch bündigere Zeugnisse.

In den ersten Jahren des zwölften Jahrhunderts lebte in Trierselbst als Abt zu St. Marimin Berengosus, der nicht bloß einigePredigten über Martyr- und Reliquienverehrung, sondern auch einweitläufiges Buch über Helenas Kreuzauffindung hinterlassen hat.In diesem feiert er das Ereigniß auf das höchste, er erzählt, waser irgend davon weiß, sein Mönchswitz findet es in einer MengeGeschichten des A. T. typisch vorgebildet, er handelt weitläufig vonder Geschichte Constantins und Helenas, besonders von der letztemund ihren Verdiensten um Trier. Welche Gelegenheit war dies,die Auffindung des heiligen Nockes und seine Sendung nach Trier,die ihm, dem Trierischen Prälaten, doch nothwcndig bekannt seinmußte, zu erzählen. Aber nicht die mindeste Spur ist davon beiihm zu finden, und wir müssen aus seinem Schweigen schließen,daß ihm noch die Geschichte unbekannt war.

Wichtiger noch ist ein anderer Zeuge. Der Abt Thiofrid vonEchternach hat in den Jahren 1101 bis 1106 ein Werk geschrie-ben»), in welchem er ausschließlich von der Verehrung der Reli-quien handelt. Dies Buch ist dem Trierer Erzbischof Bruno sl 101bis 1124) gewidmet, und der Verfasser beschreibt in der Dedicationsein Freundschaftsverhältniß mit ihm als ein so genaues, daß er esmit der Freundschaft Davids und Jonathans vergleicht, und sagt,Bruno habe ihm vor Allen seine Seele zur Fürbitte empfohlen. Ererwähnt darin ausführlich des ungenähten Rockes Christi, verlegtihn aber nicht nach Trier, sondern weiß bloß, daß er in Safed auf-gefunden und nach Jerusalem gebracht sei» Hieraus ergibt sich un-widersprechlich, daß damals keine Tradition darüber in Trier, und nochweniger weit und breit erhalten gewesen ist, denn eine solche hättein Echternach, zwei Meilen von Trier, hätte einem nahen Freundedes Trierer Erzbischofs nicht unbekannt sein können. Er spricht vonder Sache nicht als einem gleichgültigen geschichtlichen Factum; im

a) INoi'es epitilsilni Ksnctvrum es. kodeiNi InixenwA, 4°. Die

im Tert derührten Stellen lauten: S. 1 und 2: m o-ivi-isie sauetae 3uim3e str.ie mea. ex38per.Ptrix eou^iutiimta est) Ulli):ex yuo per divinae Providentia« multitormam »ratiam miki vilissimaetavillae l'amiliarius vestraM) yuasi alieuius apud dominum essem mo-meuti) eommeudastis animam, waches leHtere der Herausgeber, wohlzu enge, so verstehn will, als sei Thiofrid Brunos Beichtvater gewesen,d) Iii) 4. p. 147149. Die Stelle im Anhang unter dem Nock von Safed.