,,Ein Theil ungenähten Kleides" ") befindet sich demnach in demberühmten, noch bestehenden nnd seinen ersten Anfängen auf den h.Franciscus selbst zurückgeleitcten Kloster auf dem Monte dell' Averniain Toscana.
Ein anderer Rival des Trierer Rockes wird unter einer großenMenge der schätzbarsten Reliquien in dem St. Franciscuskloster zuMantua aufbewahrt. Die Worte in dein Register lauten: ,,von denKleidern Christi, über welche die Soldaten das Loos warfen"'').Da von mehreren Kleidern die Rede ist, so ist nach der obigen Ausein-andersetzung und den Zugeständnissen des Hn. Marr nothwendig dieTunica darunter begriffen. Außerdem wird in demselben Kloster nochder ,, Saum des Kleides Christi " erwähnt, natürlich derjenige, dendas kranke Weib berührte und von dem wir wissen (s. h. 19), daß ernach der Lehre des Trierer Rockes der ungenähten Tunica angehörte.
Endlich besaß das Franciscuskloster zu Maklorka (Palma?), derHauptstadt der Insel gleiches Namens, ,,dasjenige Stück, welches demungenähten Rock des Heilandes zu Rom fehlt" °). Wir haben hier zu-gleich ein neues Zeugniß für den Rock zu Rom, von dem als einer ganz be-kannten Sache gesprochen wird. Es muß wohl der Lateranische Nockgemeint sein, obschon von diesem sonst nicht gesagt ist, daß ein Stückvon ihm fehle. Möglich wäre indes;, daß zu Rom noch ein zweiterRock, wenigstens theilweise vorhanden ist und dafür könnte einiger-maßen sprechen, daß in dem Streit des Trierer Churfürsten mit seinemCapitel jener behauptet, der Papst lasse Partikeln des ungenähtenRockes zu Rom verehren, und dieses nur einwendet, daß ihm davonnichts bekannt sei ^). Jndeß müssen wir dies, als bis auf weitere Be-weise ungewiß einstweilen dahingestellt sein lassen.
a) s>> Z7l! Dominicas vsstis pars.
d) p. 338: äs Lkristi vestiinent» in sortes a militibus äivisis. — äs lim-bria vestimenti Lkristi.
e) p. ItW: ea parte, quae iaconsutili tunicae Lalvatoris Lbristi Hainasäsest.
ä) Der Churfurst sagt in seinem Mandat vom 7. Juni IKZV : „Nachdem wir„nun diese grobe ganz ärgerliche undt höchstraffbare äilkamatioiieni undt ver-„schreyung so heiliger keliquisn, darbe!) auch wohl gahr die Päpstliche Hei-ligkeit und Deroselben allerhöchstgeehrte Vorfahren (alß welche dergleichen„particulas <Ie lunica Domiai in der Stadt Rom mit höchster Verehrung„vorzeigen und vsaeriren laßen) »starie et sub anatbemate schmählich an-„gezapfft werden, nicht also in sich ersitzen laßen khonnen" u. s. w. Da»