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[1] (1844)
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XIV
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XIV

Trierer Rock erst recht unächt würde. Nicht einmal Hr. Marr kannauf so gutmüthige Gläubige gerechnet haben, denn sonst hätte esschwerlich der Versicherung bedurft, daß seine Schrift nicht völligeZuverlässigkeit in Anspruch nehmen könne.

Indem wir neben der Richtigkeit auch die Aufrichtigkeit diesesGeständnisses gern anerkennen, und, wie gesagt, uns bemühen werden,nachzuholen, was Hr. Marr unterlassen, nämlich deutlich zu zeigen,worin die Unzuverläsfigkeit bestehe, deren er sich im Stillen so bewußtist, bedauern wir, zum Schluß dieser Charakteristik seines Buches nichtverschweigen zu dürfen, daß es keineswegs mit dem erforderlichenWahrheitssinne geschrieben ist. Dieser Mangel an Wahrheitssinn be-steht nicht bloß darin, daß er keineswegs alle Hülfsmittel benutzthat^), was er S. 6. sagt, daß er »den Nachrichten über diese h.»Reliquie nachgespürt habe, wo immer nur solche zu vermuthcn wa-ren« ist eine Unwahrheit: er hat vornämlich bloß des Pater BrowerTrierische Annalen ausgeschrieben und sich nicht einmal um die fürmanche Punkte wichtigen und sogar bei Brower citirtcn Trierischen Re-liquienbücher von 1514 ff. bekümmert, die denn doch, wenn irgendwo,in Trier zu finden sein mußten und wirklich zu finden sind sondernnamentlich darin, daß er alles in den ihm vorliegenden Büchern Be-findliche und seinem Zweck Widerstrebende ohne Weiteres verschweigtund thut, als ob es nicht da wäre, so daß er im eigentlichen Sinnedes Wortes Recht hat, wenn er auf dem Titel seines Buches ankün-digte, er habe die Geschichte des Rockes bearbeitet. Die Beweisehierfür sind in unserer Schrift zahlreich genug enthalten und um soschlagender, da wir unser Resultat durchaus nur aus den auch von ihmgebrauchten Werken genommen haben; ja man braucht beinahe nur seineCitate nachzuschlagen, um sogleich dasselbe zu finden. Wir erklärenübrigens gern und ausdrücklich, daß wir den Grund davon nicht indem Charakter des Hn. Marr suchen, dessen Gehorsam gegen seinenBischof wir vielmehr loben, sondern in seiner Stellung und der wider-spenstigen Natur seiner Aufgabe.

Um indeß gegen Alle gerecht zu sein, dürfen wir nicht verschwei-gen, daß die in der Schrift des Hn. von Hommer und dem >auf Ver-anlassung und mit Approbation des Hn. Bischofs von Trier« »bear-beiteten« Buche ausgesprochene Unzuverläsfigkeit der Beweise für dieAechtheit des Rockes keineswegs die allgemeine Ansicht ist, und daß na-mentlich die zur Belehrung des Volkes bestimmten und mit bischöflichTrierischer Approbation herausgegebenen und verbreiteten Bücher eineganz entgegengesetzte Meinung aussprechen. Wir gestchen gern, nicht

*) Es erscheint auch höchst auffallend, daß die Abhandlung des Hn. von Hem-mer, die Hr. Marr, wie die Uebereinstimmung einzelner Sätze zeigt, ge-braucht hat, und zu deren Inhalt er in allen wesentlichen Punkten gar nichtsNeues hinzu bringt, nicht mit einem einzigen Worte erwähnt ist.