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noden verordnet, oder von den ersten Zei-ten der Kirche überliefert worden sind , sosollten diese alle nach meiner Meinung ab-geschaft werden. Zugegeben, daß sie demGlanben nicht entgegen sind, so belastensie doch die Religion mit knechtischen Vor-schriften , die nach dem Willen Gottes freyseyn sollte. In dieser Hinsicht ist der In-stand der Inden viel ertraglicher; sie müs-sen sich zwar unterwerfen; aber eS sind dochgöttliche Gebote, nicht Menschensatzungen,denen sie untcrthan sind. Die Kirche diemit Spreu und Unkraut angefüllt ist, mußvieles dulden; aber was gegen den christ-lichen Glauben angeht, darf nicht gelittenwerden.
Etwas für Prediger.
Der christliche Redner, der Eingangzu finden wünscht, muß beten, ehe er re-det. Er erhebe seine dürstende Seele zuGott, ehe er seinen Mund öfnct, zu spre-chen. Denn da es viele Sachen giebt, diegesagt werden kbnnen; und da es viele Ar-ten giebt, wie eine Sache gesagt werdenkann, wer kann da wissen — als der dieHerzen aller Menschen kennt — was ge-rade