Druckschrift 
Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
Entstehung
Seite
145
Einzelbild herunterladen
 

( 545 )

bald nahmst Du ihn aus dem Leben weg >und ich bin froh > ihn sicher zu wissen.

Ich wurde gerauft , und damit ent-floh aller Kummer über mein voriges Leben»O! welche Tage! Ich konnte nicht satt wer-den der Wunder deiner Weisheit zur Erret-tung des menschlichen Geschlechts! Wie wein-te ich bey den öffentlichen Gesangen DeinerGemeine! Mit ihren Thranen stoß DeineWahrheit in mein Hetz, Gottesfurcht ent-brannte davon, es flössen Thranen, und dochwar mir so wohl dabey! Vor kurzem hattedie Mailandische Kirche diese Gesänge beyihrem Gottesdienst eingeführt > da die Mut»ter des Kaisers, Justina, eine Arianerin >den Ambrosius verfolgte. Das ganze Volkversammelte sich in der Kirche, bereit zusterben mit seinem Bischofs. Dabey warauch meine Mutter > eine der ersten mitWacheN und Sorgen e die gleichsam vomGebete lebte. Um dem Volk seinen Kum-mer zu erleichtern, wurden, nach der Artder morgenlandischcn Kirchen, Hymnen undPsalmen gesungen, dieses nach der Verfol-gung fortgesetzt, und hierauf von den übri-gen Abendlandischen Kirchen nachgeahmte

K Ev ö-