( lZ8 )
in dem selb igen Augenblick, meinevorige Eitelkeit ganz zu vergessen; und dasfrcprsillig zu verlassen, vor dessen Verlustmir sonst schauderte, war nun meine höch-ste Freude. Denn Du warfst sie selbst vonmir weg, und nahmst an ihrer Statt meinHerz in Besitz, Du höchste Lieblichkeit, Dureinste Wollust, klarer als alles Licht, ge-heimer als das tiefste Geheimmß, erhabenerals alles, was herrlich ist.
Nicht sogleich in der ersten Hitze, son-dern nach und nach beschloß ich, mich vonmeinem rhetorischen Lehramt loszumachen,wo seither die Jünglinge nicht Dein Gesetz,nicht Deinen Frieden, sondern Lugen, Ge-richts- Krieg und Waffen für ihren Zornvon mir z» kaufen pflegten. Es warennur noch wenige Tage zu den Herbstftrie»,diese wollte ich aushalten, und dann mitFeyerlichkeit Abschied nehmen. Nur denvertrautesten Freunden sagte ich davon,nicht aus Furcht, etwa wieder abwendiggemacht zu werden, denn ich hatte Waffengenug im Vorrath, mich jedes Gegners zuerwehren: Deine Liebe im Hcrzcn, DeineWorte, die mein Innerstes durchdrangen,Md so viele Beyspiele Deiner Knechte, die
Du