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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
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seltenste, und verdunkelten mein Herz, daßes nicht mehr das Licht der Liebe von der Fin-sterniß und Lust unterscheiden konnte. Ich»vankte in der Irre umher, und meine schwa-che Jugend rannte durch regellose Begierdendem Abgrunde der Laster zu. Dein Zornwuchs über mir, und ich wußte es nicht.Das Geräusch der Ketten meiner Lüste betäub-te mein Ohr > ich wich immer mehr von Dir,und Du ließest es geschehen. Ich rühmtemich ihrer, ich ließ ihnen vollen Lauf, ichbrannte vor Begierde' und Du schwiegst!In meiner stolzen Muthlosigkeit und unruh-vollen Müdigkeit sammelte ich mir immermehr Saamenkorner zu künftigem Schmerz.Ich folgte dem Trieb der Fluthcn in mir,verließ Dich, überschritt die gesetzmäßigenSchranken, aber entrann auch Deinen Züch-tigungen nicht. Und welcher Sterbliche kanndas? denn Dn warst immer bey mir, zürntest,doch gnädig, mit mir, besprengtest alle meineFreuden mit Bitterkeit, damit ich endlichFreuden ohne Sünden suchen lernte. Aberwo finden sich diese, als bey Dir? Duschlägst, um zu heilen; Du tbdtest, damitwir nicht sterben ferne von Dir. Wo war ich ?wie weit verbannt von den Freuden DeinesHauses lebt' ich, als ich im sechszehnten Jahre

meines