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Nun ist langst meine Kindheit gestorben,und ich lebe noch. Du aber, o Herr! Dulebst stets, und an Dir stirbt nichts; vordem Anfange der Zeiten, und vor Allem, wasman vor nennen kann, warst D», undwarst Gott, und der Herr alles dessen, wasdu erschufst! Woher kam ich? Woher an-ders kommt solch ein Geschöpf, als von Dir?Oder wo ist der Künstler, der sich selbstge-macht hat? Und kommt eine einzige Ader,durch die das Leben in uns hcrumstrvmt, an-derswoher, als von Dir? von Dir, unsermSchöpfer, dem Sehn und Leben kein Unter-schied ist, weil das höchste Seyn und dashöchste Leben D» selber bist! — Was liegtdaran, wenn jemand nicht versteht, wie ergebildet wurde? Mehr freue er sich, imNichtfinden dieses Geheimnisses Dich zu finden,als dasselbe zu finden , und Dich darüber zuverlieren.
Wer erinnert mich der Sünden meinerKindheit? denn keiner ist je rein von Sündenvor Dir, auch das Kind nicht, dessen Lebenauf Erden nur einen Tag wahrt. Wars Sündeoder Gutes, damals mit meinen Thranen zuerflehen, was mir zu meinem Schaden gege-ben wurde? Wars etwas Gutes, zu ergrim-men.