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Blüthen aus Italien : [Gedichte]
Entstehung
Seite
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Stillen Ernstes durch zerrißne MauernBlinkt der Mond in den Ruin herab;

Einsam scheint der Palatin zu trauern.

Denn die Pracht der Cäsarn deckt ein Grab.Schatten seh' ich auf und nieder steigen —Schatten, ach! des Todten stumme Zeugen.

Bist erloschen, Rom! das hier im wildenFeckterkampf der Vorzeit stolzes BildJubelnd noch begrüßt, war gleich vom mildenGeist Athens schon manche Brust erfüllt.Furchtlos sterben, lernten von BarbarenHier dje Romer, als sie weichlich waren.

Doch es floß nicht Blut allein von Sklaven?Heldenblut, das reinste floß zugleich.

Christen, die des Bonzen Flüche trafen,Prediger von Jesu ew'gem Reich —

Starben hier frohlockend, wo der LiebeBlick oft sanftigte des Raubthiers Triebe.

Freundlich schmiegte sich, gleich einem Lamme,Vor dem Märtyrer der stolze Leu;

Doch nur höher schlug.der Rachsucht Flamme,