12 Tragödien.
Die einst die Väter mitgebracht nach Spanien.
Und so verliehen wir der Heimat Fluren,
Und zogen fort halb zaudernd und halb eilig,
AbZ wenn es unsichtbar, mit weichen ArmenUnd schmelzend lieber Stimm', uns rückwärts zöge,Und dennoch Wvlfsgeheul uns vorwärts triebe.Als wär's ein Mntterkuß beim letzten Scheiden,So sogen wir begierig ein den DustDer span'schen Myrten- und Citrvnenwälder,
Derweil die Bäume klagend uns unirauschten,
Wehmütig süß die Liifte uns umspielten,
Und traur'ge Vöglcin, wie zum Lebewohl,
Uns stumme Wandrer stumm umflatterten.
Hassan. Ihr hieltet fest in euren treuen Händen
Den besten Wanderstab, der Väter Glanben.
Almansor. Wo Tanks Fuß zuerst dies Land betrat,Setzten wir schleunig über nach Marokko,
Wohin die besten uusres Volkes flohn.
Doch als wir landeten, erblich die Mutter,
Und legte still ins Grab ihr müdes Haupt.
Hassan. Von rauher Hand versetzt in fremden Boden,
Hat welken müssen solche zarte Lilie.
Almansor. In Trauerkleidern reisten wir von daunen,Und schlössen uns an jene Karawanen,
Die nach dem heil'gen Mekka gläubig wallen.
In Deinen, in dem Land der Stammesbrüder,
Schloß auch Abdullah die verweinten Augen,Und schlummerte hinüber nach der Heimat,
Wo keine Znmenes, keine Jsabclla.
Hassan. Und giebt es in Arabien keine Örtcr,
Wo man den toten Bater kann beweinen?
Almansor. O, kenntest du die Qual des Ruhelosen,Den unsichtbare Flammcngciheln treiben!
Noch einmal wollt' ich küssen Spaniens Boden —Hassan. Und bei Gelegenheit Zulcimas Lippen.Almansor (ernst).
Des Vaters Diener ist nicht Herr des Sohnes:
Drum, bittrer Hassan, laß dein bittres Deuteln.
Ja, ich bekenn' es, nach Zuleima schmacht' ich,
Wie nach dem Morgentau der Sand der Wüste.
Noch diese Nacht geh ich nach Alys Schloß.
Hassan. Geh nicht nach Alys Schloß! Pest-Örteru gleichFlieh jenes Haus, Ivo neuer Glaube keimt.
Dort zieht man dir mit süßen Zangentönen