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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
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241
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Abwechselnd unter Furcht und Hoffnung gingen dieKriegsercignissc fort. Es gab Tage, an denen wiederein Hoffnungsstrahl in das Herz der unglücklichen Für-stin siel, aber bald verdunkelte sich auch die Sonnewieder.

Die verlornen Schlachten von Eilau und Friedlandführten zum Frieden von Tilsit.

„Gegen Preußen aber war die Erbitterung desfranzösischen Kaisers hauptsachlich gerichtet. Er ließ siefühlen. Der rechtliche billige Charakter des Königs fandsich empört durch den Mißbrauch, mit welchem der fran-zösische Kaiser sein Glück und seine Macht ausübte, unddurch seinen verhöhnenden Ucbermuth. ° Es erwachte inihm ein edler Stolz, welcher dem Unglücke sowohl an-steht. Es wurde ihm nicht möglich, dem französischenKaiser, der an Schmeicheleien aller Art gewöhnt war,nur im geringsten zu huldigen. Der Kaiser fühlte sichbeleidigt, und verbarg seine Empfindlichkeit nicht. Indieser Lage der Dinge glaubten die Umgebungen des Kö-nigs, die Gegenwart der Königin im Hauptquartierekönne die Unterhandlungen erleichtern und einen minderunglücklichen Frieden bewirken. Sie wurde verlangtund sie kam. Mit der Ergebung eines frommen Ge-müthes, welches in jeder Lage seines Lebens um seinerBestimmung nachzukommen und seine Pflicht zu erfüllenstrebt, trat sie die Reise nach dem Hauptquartiere an." —Wie sich die Königin zu dieser Reise bestimmte, und wassie auf dem Wege von Memel nach Tilsit empfand,hatte sie in ihr Tagebuch niedergeschrieben. Personen,welche ihr Tagebuch gelesen haben, sind davon gerührtund erhoben worden. — Vollkommen einig mit sich selbst,war sie nach Tilsit gegangen.

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